Weststeiermark: Lebenselexier Schilcher!
Sanfte Hügel, sattes Grün und unberührte Natur – das ist die idyllische Heimat
des „Blauen Wildbachers“, jener Rebsorte, die es als Schilcher zum Kultwein gebracht
hat: Zwiebel- bis Lachsfarben im Auftreten, wissen Geniesser und Kenner sein
ausgeprägtes Aroma zu schätzen! |
Südwestlich von Graz gelegen, ist das wildromantische Schilcherland
über schmale, winkelige Landstrassen zu erreichen. Die Weinstrasse beginnt in Ligist
und führt über Gundersdorf und Greisdorf nach Hochgrail. Dornröschenambiente im
Weingarten – Hochstammrosen setzen farbige Akzente. Die akustische Untermalung ist
dem „Klapotetz“ (einer Art hölzernes Windrad) zu verdanken: Zwischen dem Jakobitag
und Martini aufgestellt, soll diese urtypische Einrichtung durch das markige
Klappern die Ernte vor den diebischen, stets sehr hungrigen Starenschwärmen schützen
und die Weingärten bewachen. |
In Stainz wird der bereits traditionelle Schilchermarkt abgehalten
– Winzerhäuschen und Kellerstöckel bestimmen das landschaftliche Bild. Zahlreiche
Buschenschanken laden zum geselligen Rendevous mit dem rassigen Herzblut der
Steirer. Urige Gemütlichkeit ist angesagt, die Palette der kulinarischen
Köstlichkeiten an Vielfalt kaum zu übertreffen. Die Winzer bieten Wein aus eigenem
Anbau, Obstsäfte und deftige Jausenspezialitäten. Schafkäse mit Kernöl,
Räucherforelle und weitere zumeist sehr herzhafte Delikatessen sorgen für
Abwechslung. Ein Stamperl vom Hochprozentigen hinterher gehört unbedingt dazu – das
steirische Brauchtum weiss zu gefallen. |
Ob kulinarischer Weinfrühling oder Rosewein – Festival, die
Weinelite hält Hof in Schloß Stainz. Das üppige Angebot delikater
landwirtschaftlicher Produkte zeugt von gesunder Vitalität und bildet eine gelungene
Symbiose: Schilcher und Käsespezialitäten sind in aller Munde. |
Der weitere Verlauf der Weinstraße erfolgt über Bad Gams,
Hollenegg, Wernersdorf und Eibiswald. Deutschlandsberg hat sich im Laufe der Jahre
zur Schilcherstadt schlechthin etabliert, den neu angelegten Weinpfad zu erklimmen
ist in jeder Hinsicht als Pflicht anzusehen - schliesslich geht es dabei um
hochrangiges Wissen über den edlen Rebensaft. |
Aber – was hat es mit dem Schilcher auf sich? Die erste
schriftliche Erwähnung erfolgte 1580 im Weinbuch von Johann Rasch, und schon im 16.
Jahrhundert war er in allen namhaften Kellerbüchern vertreten. Erst in den
vergangenen 70ern gelang der Rebsorte mit der bewegten Vergangenheit der große
Erfolg – als Schilcher dürfen ausschliesslich Weine deklariert werden, die zur Gänze
aus dem “Blauen Wildbacher“ gekeltert sind und vor Ort kultiviert werden. Das Symbol
des Weissen Pferdes ist ein weiteres Qualitätsmerkmal. Nur Gneis- und Schieferböden
ermöglichen es, das charakteristische Bukett zu entwickeln, aufgrund seiner
temperamentvollen Säure wird es meist Liebe auf den 2. Schluck. |
Den Kontrast zu Picknick im Weingarten, Rosendinner und ähnlichen
Lustbarkeiten bildet ein überaus abwechslungsreiches Freizeitprogramm der sportiven
Art für Jung und Alt. Weitläufige Radwanderungen bieten reichlich Gelegenheit, Land
und Leute kennen zu lernen und dabei die Kraft der Natur zu erfahren. Nordic-Walking
liegt auf der Beliebtheitsskala im Spitzenfeld – Action ist angesagt. Wer es
hingegen doch lieber etwas beschaulicher angeht, wird dankbar die bereits bewährten
steirischen Wellnessangebote in Anspruch nehmen – Geist und Körper wollen
schliesslich wieder in Einklang gebracht werden. |