Urlaub in Portugal - Städte & Sehenswürdigkeiten |
Die beiden mit Abstand größten Ballungszentren in Portugal sind der Großraum
Lissabon mit einer Einwohnerzahl von über 2,6 Millionen und das Einzugsgebiet
von Porto mit über 1,2 Millionen Einwohnern.
Damit konzentriert sich ein großer Teil der Bevölkerung des Landes in den
beiden Regionen. Weitere Städte sind die Universitätsstadt Coimbra, Braga, Setúbal,
Funchal auf Madeira und Faro an der Algarve. | Für Städtereisen ist insbesondere Lissabon sehr beliebt, während
Faro die Drehscheibe für Urlauber an der Algarve ist. Funchal auf Madeira ist das
attraktive Anflugziel für einen geruhsamen Urlaub zu jeder Jahreszeit auf der
attraktiven Blumeninsel. |
Sehenswürdigkeiten
Lissabon
Lissabon liegt am Tejo und ist eine der ältesten Städte Europas. Im 15. und 16.
Jahrhundert war Lissabon als Tor zur Welt Ausgangspunkt zahlreicher
Entdeckungsreisen. In dieser Zeit wurde der so genannte manuelinische Stil
entwickelt, dessen Ausprägung heute am besten in Belém, dem westlichsten Stadtteil
Lissabons, zu besichtigen ist. Besonders charmant ist das Stadtviertel Alfama.
Lissabon ist reich an Baudenkmälern aus der bewegten Geschichte. Zu nennen sind hier
das Kloster Jerónimos, der Turm von Belém, das Denkmal der Entdeckungen und eine
Huldigung an das Zeitalter der großen Seefahrer, der Platz Comércio, die Burg São
Jorge und die gesamte Baixa Pombalina. Daneben bietet die portugiesische Hauptstadt
eine vielfältige und interessante Kulturszene mit Theateraufführungen, Konzerten und
Ausstellungen. Die Bairro Alto (Oberstadt) ist bekannt für ihre nächtlichen
Vergnügungsmöglichkeiten. Der Aufenthalt in der portugiesischen Hauptstadt lässt
sich sehr gut mit einem Strandurlaub an der Costa de Lisboa verbinden. Das mondäne
Estoril oder das belebte Cascais laden hierzu genauso ein wie versteckte Buchten von
Sines bis Porto Covo. Das Umland von Lissabon ist sehenswert. Den Besucher erwarten
der offene wilde Atlantik, exotische Parks, Dünen- und Badestrände, kleine Gebirge
zum Wandern und eine ganze Reihe kleiner Fischerhäfen. Der Tejo teilt das Land um
Lissabon in eine West und eine Südhälfte. Im Westen liegen mondäne Vororte, wie
Cascais, das noch den Glanz vergangener Zeiten trägt, oder Sintra mit seinen
Palästen und Gärten. Hinter Cascais kann man am Baco do Inferno bereits die Gewalt
des Meeres ahnen. Im Süden lohnt sich ein Besuch der Serra Arràbida, einem
bewaldeten Höhenzug, der steil zum Meer hin abfällt. Der Nationalpark der Serra ist
ein beliebtes Wandergebiet. |
Porto
Porto ist in der ganzen Welt bekannt für den Portwein, der im Tal des Douro
produziert wird. Empfehlenswert ist die Besichtigung einer der Portwein-Kellereien
am Südufer des Douro. An seinen Biegungen liegen einige der schönsten Landschaften
Portugals. Weinliebhaber können in einer Autotour von Amarante nach Lamego durch das
Kernland der portugiesischen Weinbaugebiete fahren. In Pinhão kann man guten
Portwein in einem der Weingüter probieren und kaufen. In dieser Gegend gibt es auch
viele sehr schöne Pousadas. |
Minho
Die Region Minho zwischen Porto und dem Norden Spaniens ist voller
Naturschönheiten. Ruhige Flusstäler, Weinberge und Waldgebiete geben der Region
ihren ganz besonderen Reiz. In den kleinen Dörfern und auf den Kleinbauernhöfen
spielt sich das Leben heute noch wie vor hunderten von Jahren ab. Die Kärglichkeit
und Armut, die für den Besucher idyllisch und malerisch erscheint, ist stark von
Landflucht gekennzeichnet. Auch in dieser Gegend gibt es viele Pousadas in
unterschiedlichen Preisklassen, jedoch deutlich preisgünstiger als in der Nähe von
Lissabon oder an der Algarve. Teilweise wurden alte Herrenhäuser und Weingüter in
Pousadas umfunktioniert. Sehenswert ist dort die kleine Stadt Braga mit ihrer
barocken Wallfahrtskirche. In Tagesfahrten mit dem Auto kann man einige der
kleineren Städte und Ortschaften der Region erkunden. |
Algarve
Die Algarve ist die bekannteste und am meisten besuchte portugiesische Region.
Das Angebot an Ferienhäusern und Ferienwohnungen ist hier am höchsten. Die
preisgünstigsten Wohnungen sind in den relativ neu gebauten Apartmenthäusern entlang
der Südküste Portugals zu finden. Das angenehme Wetter und die Sandstrände ziehen
von Frühjahr bis Herbst Touristen an, wobei es zeitweilig in den beliebtesten
Urlaubsorten recht überfüllt sein kann. Zwischen Lagos und Faro ist die Küste heute
mit Hotels, Apartmenthäusern und Einkaufszentren übersät. Mehr unberührte Natur
findet man noch um Dagres und Tavira. Das Gebiet östlich von Faro bis zur spanischen
Grenze hat einen ruhigen Küstenabschnitt mit Stränden, Salzsümpfen und Lagunen.
Westlich von Faro liegen die Haupttouristenzentren der Region, nämlich Albufeira,
Praia da Rocha und Lagos. Das Gebiet hinter Lagos hat eine wilde und felsige Küste.
Das Wasser ist hier kälter als in den östlicheren Gebieten. Landeinwärts kommt man
in eine weitgehend unberührte Gegend, die Serra de Monchique. Hier gibt es kleine
Landgüter und entlegene Dörfer. In vielen Dörfern werden teilweise in alten,
umfunktionierten Herrenhäusern herrliche Pousadas angeboten. Neben Oliven-, Feigen-
und Johannisbrotbäumen wachsen auch Orangen- und Mandelbäume. |
Madeira
Die Inselgruppe Madeira, bestehend aus der Hauptinsel, der kleineren Insel
Porto Santo und den drei unbewohnten Inselchen Ilhéu Chao, Deserta Grande und Ilhéu
de Bugio (Ilhas Desertas), liegt im Atlantik westlich von Marokko. Die Inseln sind
vulkanischen Ursprungs. Als reiner Badeurlaub ist Madeira, schon wegen des eher
herben Klimas, nicht geeignet, jedoch ist es ein Paradies für Naturfreunde und
Ruhesuchende, zum Wandern und Ausruhen. |
Funchal
Funchal sollte man zu Fuß erkunden, da der Verkehr dicht ist und die Innenstadt
wenig Parkmöglichkeiten bietet. Die Sehenswürdigkeiten sind neben der Kathedrale von
Funchal, das alte Zollgebäude, das Fort São Tiago, der Stadtpark und die
Hafenpromenade mit den schwimmenden Cafés. Nicht versäumen sollte man einen Besuch
in der Markthalle Funchals, in der es alle Arten von exotischen und frischen
Früchten und Gemüsen zu kaufen gibt. Über die Treppe an der Stirnseite der
Freilufthalle gelangt man zum Fischmarkt. Hier kann man neben vielen anderen
Fischarten auch Thunfische und Schwertfische kaufen. Vom Markt ist es nicht weit zum
alten Stadtteil. Hier finden sich viele kleine und gemütliche Restaurants, viele mit
Gartenterrasse. Die Oberstadt wird durch das Pico Fort dominiert. Von Funchal aus
kann man einen Ausflug auf den Monte unternehmen. Dieser Ort, der in früheren
Jahrzehnten als Sommerresidenz wohlhabender Leute mehr Bedeutung für den Tourismus
hatte als heute, ist bekannt für seine Toboggan-Schlitten (Korbschlitten), mit denen
man den steilen Caminho do Monte bis nach Funchal hinunter fahren kann. |
Porto Santo
Porto Santo ist neben Madeira die einzige bewohnte Insel des Archipels. Sie
liegt rund 70 Kilometer von Funchal entfernt. Das Besondere dieser Insel ist der
sieben Kilometer lange Sandstrand, der auf Madeira fehlt. Die Temperaturen sind mit
denen in Funchal vergleichbar. Die Entdeckung der Insel kann in organisierten
Touren, aber auch mit dem Fahrrad unternommen werden. Madeira Urlaub ist für die
meisten Besucher ein Wanderurlaub, denn nur so kann man die unterschiedlichen
Landschaften der Insel wirklich entdecken. Es bieten sich Gebirgswanderungen im
Gebiet des Pico Ruivo, Küstenwanderungen am Ponto de São Lourenço oder Wanderungen
entlang der künstlich angelegten Wasserläufe, den Levadas, an. |
Azoren
Die Inselgruppe der Azoren besteht aus neun bewohnten und einigen kleineren
unbewohnten Inseln und liegt 1.600 km westlich von Lissabon im Atlantik. Sao Miguel
ist die größte Insel der Azoren. Auf der Insel Pico liegt der Alto de Pico mit 2.351
m Höhe. Besucher werden hauptsächlich von der unberührten Natur der Inseln
angezogen, denn die Azoren sind bisher touristisch wenig erschlossen. Das Bild der
durch ihren vulkanischen Ursprung sehr urwüchsigen Landschaft ist gekennzeichnet
durch Strände mit grauem und schwarzem Sand, warmen Quellen und mit Wasser gefüllten
Vulkankratern und besonders durch ihre tiefen Höhlen und Grotten. Sao Miguel ist ein
lohnendes Ziel für etwa eine Woche. Eindrucksvoll sind die drei Kraterseen Sete
Citades, Lagoa do Fogo und Lagoa das Furnas. Sehr sehenswert ist der ebenfalls im
Tal gelegene Park Terra Nostra, in dem man tropische Pflanzen neben Gewächsen aus
kühleren Breiten findet. Anschließend bietet sich ein Besuch der einzigen
Teeplantage Europas in Gorreana an. Ponta Delgada, das touristische Zentrum der
Azoren, erstreckt sich entlang einer Bucht und besitzt einen schönen Jachthafen mit
Segelbooten aus aller Welt. Museen und Denkmäler, geschichtsträchtige Straßenzüge
reihen sich an Hotels, Restaurants und Geschäfte. Das pulsierende Nachtleben bietet
Unterhaltung bis in die frühen Morgenstunden. Golf, Tauchen, Reiten, Tennis,
Schwimmen, Surfen und Segeln runden das Programm für Aktivurlauber ab. Santa Maria
ist die Insel mit den schönsten Stränden und den meisten Sonnenstunden. Für
denjenigen, die einen ruhigen und erholsamen Urlaub bevorzugen, hat die Insel durch
ihre idyllische Landschaft und den geruhsamen Rhythmus viel zu bieten. Auf Terceira
bieten sich dem Reisenden sowohl Geschichte und Kultur als auch grüne Landschaften,
die zu Wanderungen einladen. Einen Besuch wert sind das Fischerdorf Biscoitos mit
einem großen, sehr naturnahen Lava-Schwimmbecken, in dem auch Kinder gefahrlos baden
können, und dem Wein-Museum. Besondere Naturerlebnisse sind beispielsweise der
Ausblick von der Serra de Santa Barbara im Nordwesten der Insel, die
Schwefeldampfquellen Furnas do Enxofre sowie der kleine See Lagoa do Negro im
Inselinneren. Sao Jorge ist eine Insel für Wanderfreunde. Lohnenswert ist zum
Beispiel eine Wanderung von der schmalen Küstenebene vor der Steilküste entlang zur
verlassenen Faja do Belo und noch weiter zur nahezu verlassenen Faja dos Tijolos,
die beide nur zu Fuß zu erreichen sind. Weitere Ausflugsziele auf San Jorge sind die
Inseldörfer. Auf Graciosa ist Urlaub einfach, gesund und erholsam. Die kleine Insel
lädt ein zum Wandern inmitten der Weinranken und schwarzen Steinmauern aus Lava. Von
den Bergen bietet sich oft eine atemberaubende Aussicht. Entlang der Küste gibt es
viele Buchten und kleine Inseln zu entdecken. Die endlosen Hortensienhecken auf
Faial, die Vulkanfelder von Capelinhos, der imposante Vulkankrater und einer der
farbenprächtigsten Jachthäfen, die Marina von Horta, bieten dem Reisenden ein
breitgefächertes Programm. Angeboten werden drei verschiedene Rundfahrten, auf denen
man die Stadt Horta und ihre landschaftlich sehr schöne Umgebung kennen lernen kann.
Pico ist eine Insel mit vielfältiger farbenprächtiger Vegetation für Naturliebhaber.
Eine Reise nach Pico ist eine Reise in die Vergangenheit. Das Leben ist einfach, die
Menschen kommen nicht so schnell aus der Ruhe. Damit eignet sich Pico besonders für
Reisende, die Entspannung und Erholung suchen. Die westlichste Azoreninsel Flores
weist im Jahresmittel die meisten Niederschläge des Archipels auf. Der Name steht
für ursprüngliche Natur, Blumen in Hülle und Fülle, rauschende Wasserfälle und für
ein Spektrum von Grüntönen, wie man es ausgeprägter auf den Azoren nicht finden
kann. Corvo ist in nur wenigen Stunden zu erkunden. Der Monte Gordo ist eine
Herausforderung für Bergwanderer und bietet auf dem Gipfel eine beeindruckende
Aussicht auf das Meer und die Nachbarinsel Flores. |
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